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Biopiraterie bezeichnet die private Aneignung von Leben d. h. von Pflanzen oder Tieren und ihren Bestandteilen oder Genen und des Wissens über seine Nutzung mit Hilfe sogenannter geistiger Eigentumsrechte (englisch: Intellectual Property Rights, IPR). Dies sind Rechte, die einer Privatperson oder einem Unternehmen, einer Forschungseinrichtung oder einer sonstigen juristischen Person auf Antrag zugesprochen werden, um eine Erfindung, eine kreative Leistung oder einen Namen für ein Produkt zu schützen. Die Inhaberin des geistigen Eigentumsrechts kann alle anderen von der gewerblichen Nutzung der entsprechenden Erfindung, des Namens etc. ausschließen oder dafür Lizenzgebühren verlangen. Geistige Eigentumsrechte schaffen für den Inhaber eine Art Monopol und führen zur Privatisierung von Erfindungen, Natur und Wissen. Die buko-Kampagne gegen Biopiraterie will Widerstand gegen Biopiraterie aufbauen und gesellschaftliche Alternativen diskutieren und unterstützen. Die Ablehnung steht im Zusammenhang mit einer radikalen Kritik des bestehenden Nord-Süd-Verhältnisses und des globalen Kapitalismus, seiner Herrschaftsformen und Machtstrukturen.
Die buko-Kampagne gegen Biopiraterie will die politischen, sozialen und ökonomischen Komponenten der Biodiversität darstellen und dahinter stehende Interessen öffentlich machen. Sie kritisiert die vorherrschende Art und Weise, in der über biologische Vielfalt nur als Naturschutzthema geredet wird. Dadurch wird verschleiert, dass es multinationalen Konzernen in Zusammenarbeit mit staatlichen Forschungsinstituten um die Aneignung biologischer Vielfalt geht. Das ist Biopiraterie. Ihre Ablehnung steht im Zusammenhang mit einer radikalen Kritik des bestehenden Nord-Süd-Verhältnisses und des globalen Kapitalismus', seiner Herrschaftsformen und Machtstrukturen. Die Kampagne will Widerstand gegen Biopiraterie aufbauen und gesellschaftliche Alternativen diskutieren und unterstützen.
Die Kampagne wird getragen und unterstützt durch Menschen aus dem Buko-Umfeld, dem Infobüro Nicaragua Wuppertal, der Informationsstelle Lateinamerika, dem Oscar-Romero-Haus Bonn und vielen Einzelpersonen.
Aktuelle Kampagnen-Schwerpunkte sind die Freihandelsabkommen der EU mit den AKP-Staaten (EPAs), die Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über biologische Vielfalt 2008 in Bonn (COP 9) und die Erhaltung von Saatgut als Strategie gegen den Verlust und die Monopolisierung von Nutzpflanzen-Vielfalt.